BRASILIEN.
Klima: Äquatorial (Norden), tropisch (Nordosten, Mitte, Südosten) und subtropisch (Süden).
Essen und Trinken:
Aufgrund der Größe des Landes ist es schwierig, die brasilianische Küche zu definieren. Als Nationalgericht gilt die Feijoada, ein Bohneneintopf aus schwarzen Bohnen mit allerlei Fleisch. Üblicherweise wird Feijoada mit Reis, Farofa (ein Maniokmehl) und Orangenscheiben serviert.
Brasilien ist weltweit die Nummer eins in der Produktion und im Export von Kaffee. Brasilien besitzt einen besonderen Reichtum an Früchten, den wir uns alle kaum vorstellen können "Vitaminas" heißen in Brasilien dickflüssige, nahrhafte Mixgetränke aus Milch oder Saft und Fruchtfleisch. Caipirinha ist der wohl bekannteste Cocktail aus Zuckerrohr, Zuckerrohr-Schnaps und Limetten.
Lage:
Brasilien ist in 26 Bundesstaaten und einen Bundesdistrikt (Distrito Federal) gegliedert. Diese sind statistisch in fünf Regionen aufgeteilt:
* Norden (Região Norte):
Der Norden macht 45,27 % der Fläche Brasiliens aus. Gleichzeitig ist es die Region mit den wenigsten Einwohnern. Der Nordwesten ist industriell vergleichsweise wenig entwickelt und nicht sehr gut erschlossen. Dafür beherbergt er mit dem Amazonasbecken das größte Ökosystem der Erde.
* Nordosten (Região Nordeste):
Knapp ein Drittel der Brasilianer leben im Nordosten. Die Region ist kulturell sehr vielseitig. Sie ist geprägt von der portugiesischen Kolonialherrschaft, von der afrikanischen Kultur der ehemaligen Sklaven und nicht zuletzt von indianischen Einflüssen.
* Mittelwesten (Região Centro-Oeste):
Die Region verdankt ihre Bedeutung vor allem ihrem Reichtum an Rohstoffen. Dennoch ist der Mittelwesten nicht besonders gut erschlossen. Es werden aber intensive Bemühungen unternommen, die Region zu stärken, u.a durch die Verlegung der Hauptstadt nach Brasília.
* Südosten (Região Sudeste):
Im Südosten leben mehr Menschen als in jedem anderen südamerikanischen Land. Mit den Ballungsräumen São Paulo und Rio de Janeiro ist diese Region der wirtschaftliche Motor des Landes.
* Süden (Região Sul):
Der Süden ist die kleinste Region Brasiliens. Die klimatischen Verhältnisse entsprechen etwa denen Südeuropas. Die Region zeigt deutliche kulturelle Einflüsse von deutschen und italienischen Einwanderern, die sich bevorzugt in diesem Gebiet niederließen. Etwa 85 % der Bewohner sind Weiße.
Religionen: 73,6 Prozent römisch-katholisch, 15,4 Prozent protestantisch, 7,4 Prozent keine Religion, des weiteren Spiritismus, Zeugen Jehovas, Mormonen, Buddhisten, Juden, Muslime, Hindus
Benötigte Dokumente:
Für die Einreise nach Brasilien wird ein gültiger Reisepass, der nach Beendigung der Reise noch 6 Monate gültig sein muss, und ein Einreiseformular - "Cartão de Entrada / Saída". Bürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für eine Touristen- oder Besuchsreise nach Brasilien kein Visum.
Wissenswertes:
Woher hat Brasilien seinen Namen?
Als die ersten Portugiesen in Brasilien ankamen, nannten sie das Land Ilha de Vera Cruz (Insel des wahren Kreuzes), weil sie dachten, Brasilien sei eine Insel. Als sie entdeckt hatten, dass Brasilien doch keine Insel war, nannten sie es Terra de Santa Cruz (Land des heiligen Kreuzes). Außerdem fanden sie einen Baum, mit dem man Kleidung rot färben kann. Sie nannten diesen Baum pau-brasil, pau heißt Wald und brasil kommt von brasa, was soviel heißt wie Asche. Also bekam Brasilien seinen Namen von dem Baum pau-brasil.
Sehenswürdigkeiten:
Der Tourismus ist in Brasilien noch nicht sehr bedeutend und macht nur etwa 0,5 % des Bruttosozialprodukts aus, der weltweite Durchschnitt beträgt 10 %. Die jährliche Besucherzahl liegt bei etwa 4,8 Millionen. Beliebt sind vor allem die Strände und der Karneval von Rio de Janeiro, die Hauptstadt Brasília, das Amazonasbecken, der Nordosten mit seinen Stränden und Kultur und die Wasserfälle von Iguaçu.
Historie und Wirtschaft:
Portugals Entdecker Pedro Álvares Cabral kam im Jahr 1500 hierhin. Die Brasilianer sind Nachkommen von Menschen aus der ganzen Welt, hauptsächlich jedoch von Portugiesen, Afrikanern und natürlich den Ureinwohnern den Indios.
Im Jahr 1808 floh Portugals König Johann VI vor Napoleon nach Brasilien und machte Rio de Janeiro zeitweilig zu der Hauptstadt des portugiesischen Imperiums.
Im Jahr 1822 erklärte Brasilien seine Unabhängigkeit von Portugal und der portugiesische Prinz-Regent wurde als Dom Pedro I Brasiliens Kaiser (König der Könige). Trotz der verschiedenen Unabhängigkeitskriege, die in den Ländern um Brasilien herum tobten, war dies eine absolut unblutige Revolution, in der nicht ein Gewehrschuss abgefeuert worden war; Dom Pedro entfernte einfach die offiziellen Symbole Portugals von seiner Uniform und erklärte Brasilien als unabhängig.
Im Jahr 1888 beendete Prinzessin Isabell die Sklaverei. 1889 schließlich wurde Brasilien eine Republik.
Die Hauptstadt des unabhängigen Brasilien war für viele Jahre Rio de Janeiro. Nach vielen Anläufen wurde im Jahr 1956 im geografischen Zentrum Brasiliens als neue Hauptstadt Brasilia gebaut. Dies machte man, damit alle Menschen aus dem ganzen Land die Hauptstadt gleich gut erreichen können. Außerdem sollte die Bevölkerung dazu gebracht werden, sich mehr in das Landesinnere zu orientieren und von den dicht besiedelten Küsten weg zu gehen.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts durchlebte Brasilien zwei Diktaturen. Die erste, weil man sich dem italienischen Faschismus annäherte, die zweite wurde durch das Militär verursacht. Nach schweren Zeiten der Zensur, des Terrors und Kokain-Schmuggels wählte das brasilianische Volk das erste Mal 1945 direkt und das zweite Mal 1985. Der jetzige Präsident Brasiliens ist seit dem 01. Januar 2003 Luiz Inácio Lula da Silva.
Quelle: Wikipedia