Ausstellung "Konferenz der Tiere" mit Plastiken von Matthias Garff

23. November 2017

Ausstellung vom 20. März bis 30. Juni 2018 im Bruno-Paul-Haus des GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau

Tierplastiken von Matthias Garff  in der Ausstellung „Konferenz der Tiere“

Wahrnehmung und Darstellung von Tieren: Wie nehmen wir heute Haus- oder auch Wildtiere wahr? Wie sehr ist dieses beeinflusst durch Natur- und Tierdokumentationen? Wie werden uns Tiere in anderen Medien vorgeführt und vermittelt? Müssen Tiere vermenschlicht werden, um sie überhaupt erst als schützenswerte Lebewesen wahrzunehmen? Wie gehen wir mit unseren Haus- und Nutztieren um?

 

Zur Eröffnung der Ausstellung „Konferenz der Tiere“ mit Plastiken von Matthias Garff am Dienstag, den 20. März 2018 um 19 Uhr

laden wir Sie und Ihre Begleitung

in das Bruno-Paul-Haus im GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau, Moritzburger Weg 67, 01109 Dresden

herzlich ein.

 

Begrüßung: Dr. Wilhelm Zörgiebel, Geschäftsführender Gesellschafter GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau

Einführung: Dr. Margareta Friesen, Galerie Margareta Friesen, Dresden

 

Zu Beginn seiner Karriere hat Matthias Garff einen Videofilm (14 Minuten) gedreht, in dem er von ihm selbst gestaltete kleine Vögel die Hauptrolle spielen lässt neben wirklichen Vögeln im Garten seines Großvaters in Buenos Aires. Der Film trägt den Titel „Der argentinische Garten“. Darin lässt der Künstler also Natur und Kunst aufeinandertreffen, gleichsam wie ein „Clash of cultures“.

Mit großem Einfühlungsvermögen stellt der Künstler uns die Problematik Natur – Mensch vor Augen. Er schafft es, in seinen Tierskulpturen genau das künstlerisch umzusetzen, was für uns Tiere bedeuten können. Indem er Lebewesen, Katzen, Affen, Vögel aus verschiedenen Materialien formt, bringt er sie gleichsam zum Sprechen und setzt sie in der Ausstellung in eine erzählepische Position zueinander. Dabei laden die zusammengebauten Tierfiguren nicht nur durch ihre Größe und ihre liebenswürdigen, menschlichen Züge zur Identifikation ein. Dennoch fordern sie den Betrachter zugleich auf, Abstand zu halten und sie als andere, fremde Gegenüber anzusehen. Sie verkörpern zudem unterschiedliche Charaktere. Der so erzeugten Illusion einer Persönlichkeit gegenüberzustehen, steht die Desillusionierung durch das Künstliche und das tatsächliche Material entgegen. Man soll erkennen, dass es sich um geschaffene Wesen handelt. Die Konstruktion der Skulptur bleibt nachvollziehbar. Seine Arbeit fragt nach der Sicht des Menschen auf die Natur und nach seiner Abgrenzung zu ihr.  Für den Künstler ist es eine wichtige Entscheidung, aus welchem Material er welches Tier gestaltet. Ihre Eigenschaften (gefundenes Plastik, Holz, Beton, Eisen) beeinflussen den Arbeitsprozess. Die ästhetische Wirkung, die durch sie erzeugt wird, bestimmt den Charakter des jeweiligen Lebewesens.

© Margareta Noeske

 

Besichtigung nach Absprache mit Dr. Margareta Friesen unter
Tel. 0179 44 28 463/ 0351 216 52 52 / info@galerie-friesen.de

oder Voranmeldung bei Anne Martin unter Tel. 0351 88 38 254

 

Eine Zusammenarbeit des GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau & Galerie Margareta Friesen Dresden