Biotechnologie-Konzern QIAGEN und Dresdner Biotype Diagnostic GmbH gründen Joint Venture im GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau

18. Februar 2015

Zuwachs für die deutsche Biotechnologiebranche: Der Branchenführer QIAGEN aus Hilden und das Hellerauer Biotechnologieunternehmen Biotype Diagnostic GmbH haben ein Joint Venture gegründet: Künftig soll die Biotype Innovation GmbH Testverfahren für die Molekulardiagnostik entwickeln und in der DACH-Region vertreiben. Den weltweiten Vertrieb übernimmt QIAGEN.   Seinen Hauptsitz wird das neue Unternehmen im GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau haben – das stärkt zugleich den Live-Sciences-Inkubator im Dresdner Norden.

„Das ist ein großer Erfolg für ein innovatives sächsisches Unternehmen und eine Stärkung der Zukunftsbranche Biotechnologie. Ich freue mich, dass es gelungen ist, ein Joint Venture zwischen Biotype Diagnostic und dem Weltkonzern
Qiagen zu schließen“, sagt der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich. „Das bestätigt, wie richtig es seitens unserer Politik gewesen ist, auf Biotechnologie als ein Wachstumsfeld für Sachsens Wirtschaft zu setzen. Ich bin froh, dass die gute Vorarbeit nun durch privatwirtschaftliches Investment ausgebaut und verstetigt wird und wünsche den Partnern viel Erfolg und anhaltende Wertschöpfung“, erklärt Sachsens Ministerpräsident Tillich weiter.

„Sachsen ist ein guter Standort für uns“, betont Peer M. Schatz, Chief Executive Officer der QIAGEN. „Bei gemeinsamen Projekten in der Vergangenheit haben wir bereits die Stärken der Dresdner Biotype Diagnostic GmbH
kennen und schätzen gelernt“, so Schatz. Aus dieser Zusammenarbeit erwuchs die globale Kommerzialisierung des industrieweit führenden Testportfolios für die Forensik von QIAGEN. „Die Tatsache, dass wir nun zum dritten Mal ‚Innovation Made in Sachsen‘ weltweit vermarkten, spricht für die sächsische Forschungs- und Entwicklungskraft. Deshalb haben wir positive Erwartungen an diese Partnerschaft, mit der Tests für unsere ModaPlex-Plattform entwickelt
werden sollen. Wir erhoffen uns von der Biotype Innovation GmbH in den kommenden Jahren zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung unseres Geschäftes über verschiedene
Technologieplattformen hinweg.“

Neben Patenten bringt QIAGEN vor allem sein technologisches Netzwerk in die Partnerschaft ein. Biotype Diagnostic GmbH stellt neben Knowhow und Infrastruktur sein wissenschaftliches Netzwerk bereit. Das neu gegründete Unternehmen bezieht Räumlichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft der Biotype Diagnostic GmbH. „So wird die räumliche Nähe den Unternehmen
ermöglichen, Synergien zu schaffen und Ressourcen gemeinsam zu nutzen“, erläutert Dr. Wilhelm Zörgiebel, Geschäftsführer der Biotype Diagnostic GmbH und Mitgründer des Joint Ventures. „Über die Technologie- und Kommerzialisierungsplattform von QIAGEN erhalten wir zudem Zugang zu neuen Kunden und Märkten. Somit erfüllt das Joint Venture exzellente
Voraussetzungen für ein starkes zukünftiges Wachstum im weltweiten Markt für komplexe Diagnostikuntersuchungen“, so Dr. Wilhelm Zörgiebel weiter.


Die Biotype Innovation GmbH hat den Geschäftsbetrieb bereits aufgenommen und nimmt im dritten Quartal 2015 auch ein Labor, ausgestattet mit modernster Technik, in Betrieb. Mittelfristig wird das Unternehmen bis zu 15 hochqualifizierte Arbeitskräfte beschäftigen und für weitere indirekte Arbeitsplätze bei Kooperationspartnern sorgen. „Und mit Dr. Karim Tabiti haben wir einen international erfahrenen Manager gefunden, der über eine umfangreiche Expertise im Diagnostikmarkt verfügt“, sagt Biotype-Gründer Dr. Wilhelm Zörgiebel. Unterstützt wurde die Ansiedlung des Joint Ventures durch die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH.

 

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Bilder der Pressekonferenz:

 

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Dr. Wilhelm Zörgiebel und Peer M. Schatz (v.l.) im Gespräch über die Modaplex-Plattform.

 

 

Ministerpräsident von Sachsen Stanislaw Tillich mit Geschäftsführer der Biotype Diagnostics  Dr. Wilhelm Zörgiebel und Chief Executive Officer der QIAGEN Peer M. Schatz (v.l.).